enarex

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: April 2026

§ 1 Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge zwischen

Christoph Rosenau & Dennis Rathke GbR
Am Vögenteich 18, 18057 Rostock
E-Mail: info@neuravision.de
(nachfolgend „Anbieter“)

und dem Kunden (nachfolgend „Kunde“) über die Nutzung der Software „enarex“ (nachfolgend „Dienst“) in allen angebotenen Bereitstellungsformen (Cloud, Dedicated/On-Premise). Abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

§ 2 Leistungsbeschreibung

Der Dienst ist eine webbasierte Software für Enterprise Architecture Management. Er umfasst insbesondere:

Der genaue Funktionsumfang richtet sich nach dem jeweils vereinbarten Leistungspaket (Cloud oder Dedicated). Der Anbieter entwickelt den Dienst kontinuierlich weiter und behält sich vor, Funktionen zu ergänzen, zu ändern oder einzustellen, sofern der vertraglich zugesicherte Kernfunktionsumfang dadurch nicht wesentlich eingeschränkt wird.

§ 3 Vertragsschluss und Registrierung

  1. Der Vertrag kommt durch die Registrierung des Kunden und die Bestätigung durch den Anbieter oder durch eine individuelle schriftliche Vereinbarung zustande.
  2. Bei der Registrierung ist der Kunde verpflichtet, wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen. Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln und dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden.
  3. Der Kunde ist für alle Aktivitäten verantwortlich, die unter seinem Benutzerkonto erfolgen.

§ 4 Bereitstellungsformen

a) Cloud (Managed SaaS)

Der Anbieter stellt dem Kunden eine dedizierte Instanz des Dienstes auf der Infrastruktur des Anbieters bereit. Der Anbieter übernimmt Betrieb, Wartung und Updates. Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit von 99 % im Jahresmittel an (ausgenommen angekündigte Wartungsfenster und höhere Gewalt).

b) Dedicated (On-Premise)

Der Anbieter stellt dem Kunden die Software als Docker-Container zur Installation in der eigenen Infrastruktur des Kunden bereit. Der Kunde ist für den Betrieb, die Sicherheit und die Datensicherung der eigenen Infrastruktur verantwortlich. Der Anbieter leistet Support gemäß der individuellen Vereinbarung.

§ 5 Nutzungsrechte

  1. Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertrages ein nicht-ausschließliches, nicht übertragbares Recht zur Nutzung des Dienstes gemäß diesen AGB ein.
  2. Der Kunde darf den Dienst ausschließlich für eigene geschäftliche Zwecke nutzen. Eine Unterlizenzierung, Weiterverkauf oder Bereitstellung an Dritte ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Anbieters nicht gestattet.
  3. Der Kunde darf die Software nicht dekompilieren, disassemblieren oder in sonstiger Weise versuchen, den Quellcode zu ermitteln, sofern dies nicht durch zwingendes Recht gestattet ist.

§ 6 Pflichten des Kunden

Der Kunde verpflichtet sich:

§ 7 Daten und Datenhoheit

  1. Alle vom Kunden in den Dienst eingegebenen Daten (Architekturdaten, Modelle, Konfigurationen) verbleiben im Eigentum des Kunden.
  2. Der Kunde kann seine Daten jederzeit über die Export-Funktion im Excel-Format exportieren.
  3. Der Anbieter wird Kundendaten nicht an Dritte weitergeben, es sei denn, der Kunde willigt ein oder der Anbieter ist gesetzlich dazu verpflichtet.
  4. Bei der Cloud-Variante werden Kundendaten auf Servern in Deutschland gehostet.
  5. Nach Vertragsende stellt der Anbieter dem Kunden seine Daten für einen Zeitraum von 30 Tagen zum Export bereit. Danach werden die Daten unwiderruflich gelöscht.

§ 8 KI-Funktionen

  1. Der Dienst bietet KI-gestützte Funktionen (z. B. Capability-Erkennung, Prozessanalyse). Diese Funktionen nutzen Drittanbieter-APIs (derzeit Anthropic Claude).
  2. Bei Nutzung der KI-Funktionen können Teile der vom Kunden eingegebenen Daten an den KI-Anbieter übermittelt werden. Der Anbieter stellt sicher, dass nur die für die jeweilige Funktion notwendigen Daten übermittelt werden.
  3. KI-generierte Ergebnisse sind Vorschläge und Empfehlungen. Der Kunde trägt die Verantwortung für die Überprüfung und Übernahme dieser Ergebnisse.
  4. Die Nutzung der KI-Funktionen ist optional. Der Dienst ist auch ohne KI-Funktionen vollständig nutzbar.

§ 9 Vergütung und Zahlung

  1. Die Vergütung richtet sich nach der individuellen Vereinbarung zwischen Anbieter und Kunde.
  2. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
  3. Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung zur Zahlung fällig, sofern nicht anders vereinbart.
  4. Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zum Dienst nach vorheriger Mahnung mit angemessener Frist vorübergehend zu sperren.

§ 10 Vertragslaufzeit und Kündigung

  1. Die Vertragslaufzeit ergibt sich aus der individuellen Vereinbarung. Fehlt eine Regelung, gilt eine Mindestlaufzeit von einem Monat mit einer Kündigungsfrist von 30 Tagen zum Monatsende.
  2. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Mahnung wiederholt gegen diese AGB verstößt.
  3. Die Kündigung bedarf der Textform (E-Mail genügt).
  4. Nach Vertragsende erlischt das Nutzungsrecht. Der Anbieter stellt die Daten gemäß § 7 Abs. 5 bereit.

§ 11 Gewährleistung und Haftung

  1. Der Anbieter stellt den Dienst „wie besehen“ bereit und gewährleistet die im jeweiligen Leistungspaket beschriebene Funktionalität. Der Anbieter bemüht sich, Störungen zeitnah zu beheben.
  2. Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
  3. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) haftet der Anbieter der Höhe nach begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht.
  4. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
  5. Der Anbieter haftet nicht für Datenverluste, soweit der Kunde seine Pflicht zur Datensicherung gemäß § 6 verletzt hat.

§ 12 Datenschutz

Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten gemäß den geltenden Datenschutzgesetzen, insbesondere der DSGVO. Einzelheiten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung. Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet (Cloud-Variante), schließen die Parteien einen Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO.

§ 13 Vertraulichkeit

Beide Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei, die ihnen im Rahmen der Vertragsbeziehung bekannt werden, vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben. Diese Verpflichtung besteht auch nach Beendigung des Vertrages fort.

§ 14 Änderungen der AGB

Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen zu ändern. Die Änderungen werden dem Kunden per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen nach Mitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen. Der Anbieter wird den Kunden auf diese Rechtsfolge in der Änderungsmitteilung gesondert hinweisen.

§ 15 Schlussbestimmungen

  1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
  2. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Rostock, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
  3. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung möglichst nahe kommt.